Wettbewerbsfähigkeit, Wohnungsbau und Bioökonomie prägen die EU-Agenda
Die europäische Holzwirtschaft richtet ihren politischen Fokus derzeit auf die Wettbewerbsfähigkeit des Sektors, den beschleunigten Wohnungsbau sowie die Weiterentwicklung der europäischen Bioökonomie. Dies wurde auf den Generalversammlungen von CEI-Bois und der European Organisation of the Sawmill Industry (EOS) deutlich, die im Juni in Berlin bzw. Brüssel stattfanden. Im Mittelpunkt standen außerdem die Rohstoffversorgung, die Verfügbarkeit nachhaltiger Holzressourcen sowie aktuelle europäische Gesetzgebungsvorhaben.
Praxistaugliche Umsetzung der EUDR gefordert
Gemeinsam mit 16 weiteren europäischen Verbänden fordert CEI-Bois die Europäische Kommission auf, die technischen und praktischen Defizite des Informationssystems zur EU-Verordnung über entwaldungsfreie Lieferketten (EUDR) vor ihrem Anwendungsbeginn am 30. Dezember 2026 zu beseitigen. Zwar unterstützen die Verbände die Ziele der Verordnung, sie sehen jedoch weiterhin erheblichen Verbesserungsbedarf, damit das System insbesondere für Unternehmen sowie kleine und mittlere Betriebe praktikabel anwendbar ist.
Bauproduktenverordnung und bezahlbarer Wohnungsbau
Auch die Umsetzung der novellierten Bauproduktenverordnung (CPR) begleitet CEI-Bois weiterhin intensiv. Im Fokus stehen die neuen Anforderungen zur Umwelt- und Nachhaltigkeitsbewertung von Bauprodukten sowie deren praxistaugliche Umsetzung für die Unternehmen.
Darüber hinaus engagiert sich CEI-Bois verstärkt in europäischen Initiativen zur Bewältigung der Wohnungskrise. Mit dem Beitritt zur European Housing Alliance sowie der Mitarbeit in der neuen EU-Task Force für serielles und modulares Bauen bringt die CEI-Bois die Perspektive der Holzwirtschaft in die Diskussionen über schnelleres, nachhaltigeres und bezahlbares Bauen ein.
Holz in Kreislaufwirtschaft und Bioökonomie stärken
Im Vorfeld des angekündigten Circular Economy Act setzt sich CEI-Bois dafür ein, dass Holz und Holzprodukte im europäischen Rechtsrahmen zur Kreislaufwirtschaft angemessen berücksichtigt werden. Auch im Rahmen des Biotech Act II fordert der Verband, die Ziele der europäischen Bioökonomiestrategie konsequent zu unterstützen, den Einsatz von Holz in langlebigen Anwendungen zu fördern und zusätzliche bürokratische Belastungen für Unternehmen zu vermeiden.
Holzprodukte stärker in der Klimapolitik berücksichtigen
Im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der LULUCF-Verordnung wirbt CEI-Bois dafür, die Klimawirkung langlebiger Holzprodukte künftig stärker anzuerkennen. Die Europäische Kommission hatte die Branche ausdrücklich aufgefordert, Vorschläge einzubringen, wie Holzprodukte künftig besser in der europäischen Klimabilanz berücksichtigt werden können.
Weitere Informationen finden Sie im aktuellen EU Advocacy Focus von CEI-Bois und EOS:
https://cei-bois.org/so/29Pz20wRm?languageTag=en&cid=4b553b5a-2618-49ef-964d-076dc4d526ce
