Die Eröffnung des 7. Deutschen Holzbaukongresses durch Bundesbauministerin Verena Hubertz hat ein Thema in den politischen Fokus gerückt, das die Mitgliedsunternehmen des BIEF täglich beschäftigt: Wie können die industriellen Stärken Deutschlands – Präzision, Skalierbarkeit, serielle Fertigung – endlich konsequent im Wohnungsbau eingesetzt werden?
Der BIEF sieht in dieser Frage einen wichtigen Schritt hin zu einer modernen, lösungsorientierten Baupolitik. Die im Verband organisierten Unternehmen verfügen bereits heute über umfangreiche Kompetenz im industriellen Innenausbau, in der Vorfertigung und in skalierbaren Ausbauprozessen. Systematischer Innenausbau, modulare Bauprozesse und serielle Vorfertigung sind bei ihnen keine Zukunftsvision – sondern gelebte Praxis.
Gleichzeisch weist der BIEF darauf hin, dass diese Potenziale in der Praxis durch strukturelle Rahmenbedingungen zu wenig genutzt werden. Dazu zählen komplexe und langwierige Genehmigungsverfahren, Ausschreibungsstrukturen, die serielle und modulare Lösungen strukturell benachteiligen, sowie fehlende Standards, die Planungs- und Investitionssicherheit verhindern.
Der BIEF fordert daher, diese Hemmnisse gezielt und konsequent abzubauen – damit die vorhandenen industriellen Kapazitäten der Branche tatsächlich im Wohnungsbau ankommen. Die Unternehmen sind bereit. Was es jetzt braucht, sind verlässliche politische Rahmenbedingungen, die serielle und modulare Bauweisen nicht ausbremsen, sondern aktiv ermöglichen.
Manuel Grün, Vorsitzender des BIEF und Geschäftsführer der RIENTH GmbH & Co. KG: „Die Frage der Ministerin trifft den Kern. Wir haben in Deutschland das Know-how, die Technologie und die Unternehmen, um Wohnungsbau industriell und effizient zu denken. Was wir brauchen, sind Rahmenbedingungen, die das zulassen – nicht ausbremsen.“
Der BIEF dankt dem Forum Holzbau und allen Beteiligten für die Organisation des Kongresses und die Möglichkeit, diesen Austausch zwischen Branche und Politik zu führen.
