Der diesjährige CEI-Bois Advocacy Report 2024–25 bietet einen umfassenden Überblick über die wichtigsten politischen Entwicklungen, Aktivitäten und Erfolge des europäischen Holz- und Holzverarbeitungssektors. Das Dokument zeigt wie stark die Branche im vergangenen Jahr in den zentralen Debatten der EU vertreten war – vom klimafreundlichen Bauen über Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft bis hin zu Fragen der Rohstoffversorgung, Wettbewerbsfähigkeit und internationalen Handelspolitik.

Der Bericht beginnt mit einer Einordnung der aktuellen Herausforderungen und Chancen für Europas Wälder und die Holzindustrie. Er macht deutlich, dass nachhaltige Holznutzung ein wesentlicher Baustein ist, um Klima- und Wohnungsbauziele gleichzeitig zu erreichen. Darüber hinaus bietet er einen transparenten Blick auf die Struktur und Arbeitsweise von CEI-Bois: die verschiedenen Facharbeitsgruppen, neue Governance-Regeln sowie die strategische Ausrichtung der Organisation im Dialog mit EU-Institutionen und Partnernetzwerken.

Ein zentrales Thema des Berichts ist die politische Arbeit zur stärkeren Positionierung von Holz als klimafreundlichem, kreislauffähigem Baustoff. CEI-Bois war im vergangenen Jahr intensiv in EU-Initiativen wie dem Competitiveness Compass, der Überarbeitung der Energieeffizienz- und Bauproduktegesetzgebung und der Entwicklung der Europäischen Strategie für den Wohnungsbau vertreten. Über WoodPoP, Wood4Bauhaus, die Construction 2050 Alliance und zahlreiche internationale Veranstaltungen wurden zentrale Botschaften zur Rolle von Holz in der Dekarbonisierung Europas platziert und wirkungsvoll verbreitet. Regelmäßige Pressearbeit, Social-Media-Kampagnen wie #WoodWorks sowie zahlreiche Positionspapiere und gemeinsame Stellungnahmen trugen dazu bei, die Sichtbarkeit des Sektors weiter zu erhöhen.

Besonders intensiv war die Arbeit zur EU-Entwaldungsverordnung (EUDR). Der Bericht dokumentiert, wie CEI-Bois gemeinsam mit Partnern immer wieder auf unverhältnismäßige Anforderungen, rechtliche Unsicherheiten und fehlende Praxistauglichkeit hingewiesen hat. Die erreichte einjährige Verschiebung der Anwendung für größere Unternehmen ist ein wichtiger Zwischenerfolg, zugleich bleibt die Forderung nach einer grundlegenden Überarbeitung bestehen. Auch in Fragen der Bioökonomie, des Carbon Removals Frameworks, der Nature-Credits-Roadmap und der Circular Economy hat CEI-Bois entscheidende inhaltliche Impulse gesetzt, um sicherzustellen, dass Holzprodukte als erneuerbare, CO2-speichernde Materialien in der EU-Politik klar berücksichtigt werden.

Darüber hinaus zeigt der Bericht die Rolle von CEI-Bois in sozialpolitischen Themen wie Fachkräftesicherung, Weiterbildung, Arbeitsbedingungen und digitalem Wandel. Die Mitarbeit im Europäischen Branchendialog hat dazu beigetragen, ein modernes, attraktives Bild des Sektors zu vermitteln. International war die Organisation auf hochrangigen Foren vertreten, etwa beim UN Forum on Forests, beim FAO Forestry Outlook Workshop in Rom oder beim Dubai Woodshow, und brachte dort die europäische Perspektive auf nachhaltige Forstwirtschaft und globalen Holzhandel ein. Ergänzt wird der Bericht durch aktuelle Zahlen zu Holzmärkten, Rundholzströmen, wirtschaftlicher Bedeutung der Holzindustrie in der EU sowie Trends bei Produktion und Verbrauch.

Insgesamt zeigt das Dokument eindrucksvoll, wie CEI-Bois im vergangenen Jahr die Interessen der Holzindustrie auf europäischer Ebene vertreten und wichtige Fortschritte für die Anerkennung von Holz als Schlüsselmaterial der grünen Transformation erzielt hat. Der Bericht macht deutlich, dass Holz in der EU-Politik eine immer stärkere Rolle spielt – und dass CEI-Bois maßgeblich dazu beiträgt, diesen Wandel aktiv mitzugestalten.

Den vollständigen Bericht ist im HDH-Newsbereich für Mitglieder verfügbar: